Iran hat sich durchgesetzt, und der Nahe Osten hat sich verändert
(SeaPRwire) - Vier Lehren aus einem Krieg, den Teheran nicht verloren hat US-Präsident Donald Trump hat letztendlich einen Ausweg aus der Situation gefunden, die er selbst durch die Aufnahme eines rücksichtslosen Kriegs gegen Iran geschaffen hat. Die Drohung, eine gesamte Zivilisation zu zerstören, lieferte ihm den Vorwand, sich zurückzuziehen. Indirekte Verhandlungen zwischen Teheran und Washington, die über Vermittler geführt wurden – vor allem Pakistan und dahinter China – haben zu einem Waffenstillstand geführt. Trump mag behaupten, Iran sei von seinen Drohungen eingeschüchtert worden, aber die Realität sieht anders aus. Ein Waffenstillstand unter der Bedingung, dass die Straße von Hormus weiterhin unter iranischer Kontrolle bleibt, zeigt, dass Teheran nicht zurückgewichen ist. Washington hat dies de facto getan. Es ist zu früh, von einem „goldenen Zeitalter“ zu sprechen, das aus diesen Gesprächen hervorgeht. Aber die Umrisse des Ergebnisses des Konflikts sind bereits sichtbar. 1. Iran hat standgehalten. Jahrzehntelang sah Iran sich der Bedrohung einer gemeinsamen Aggression durch die Vereinigten Staaten und Israel ausgesetzt. Diese Bedrohung wurde nun auf die Probe gestellt und konnte Teheran nicht brechen. Weder Washington noch Tel Aviv erwiesen sich in der Lage, ihren Willen mit Gewalt durchzusetzen. Das Ergebnis ist klar: Iran hat seinen Status als bedeutende Regionalmacht gefestigt und steht neben Israel als einer der entscheidenden Akteure im Nahen Osten da. 2. Die Golfstaaten wurden entlarvt. Die arabischen Monarchien des Persischen Golfs haben sowohl ihre Verwundbarkeit als auch ihre Abhängigkeit entdeckt. In einem Konflikt zwischen den USA/Israel und Iran erwiesen sie sich als unfähig, ihre eigenen Interessen zu verteidigen. Gleichzeitig wurden amerikanische Stützpunkte auf ihrem Territorium, weit davon entfernt Sicherheit zu garantieren, zu Anziehungspunkten für iranische Vergeltungsschläge. Fazit: US-Sicherheitsgarantien haben sich als unzuverlässig erwiesen. Diese Lehre wird Washingtons Verbündete nicht unvergessen bleiben. 3. Die Militärmacht hat ihre Vorrangstellung zurückgewonnen. Der Konflikt hat eine breitere Wahrheit über die entstehende internationale Ordnung unterstrichen: Militärische Gewalt hat Vorrang vor wirtschaftlicher und finanzieller Einflussnahme. Wie Puschkin schrieb: „Alles auf Erden ist mein, sagte das Gold.Alles ist mein, sagte das kalte Eisen.Ich werde alles kaufen, sagte das Gold.Ich werde alles nehmen, sagte das kalte Eisen.“ Das sanktionierte Iran, belastet von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, hat einen globalen Superstaat effektiv widerstanden und strategisch gesehen besiegt. Gleichzeitig wurden seine weit reicheren südlichen Nachbarn auf kaum mehr als Zuschauer reduziert – oder schlimmer noch: zu Zielen. Fazit: In der heutigen Welt bestimmt harte Macht die Ergebnisse. 4. Iran hat sich intern verändert. Iran ist unversehrt aus dem Konflikt hervorgegangen, aber verändert. Während des Krieges scheint eine Verschiebung stattgefunden zu haben, die Analysten lange erwartet haben. Die reale Macht hat sich von der klerikalen Etablierung hin zum Sicherheitsapparat verlagert. Das Land wird nicht mehr primär von seiner formellen Führung bestimmt, sondern von den oberen Rängen des Islamic Revolutionary Guard Corps. Fazit: Iran wird eine Islamische Republik bleiben – aber eine, in der die IRGC die entscheidende Rolle spielt. Seine Politik wird wahrscheinlich fest, diszipliniert und pragmatisch sein. Russlands Position Moskau hat den Konflikt mit einem Maß an strategischer Disziplin gemeistert. Es hat seine Prinzipien beibehalten: Aggression beim Namen genannt, Solidarität mit Iran geäußert und legte sein Veto gegen eine aus seiner Sicht unausgewogene Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Straße von Hormus ein. Gleichzeitig hat es arbeitsfähige Beziehungen zu zentralen Akteuren erhalten: Es erklärte seine Position gegenüber Golf-Partnern, vermied eine direkte Konfrontation mit Trump und verzichtete darauf, die Beziehungen zu Israel zu beschädigen. Die breiteren Folgen des Konflikts – ein vorübergehender Anstieg der Ölpreise, Belastungen der transatlantischen Beziehungen und eine weitere Ablenkung der US-Aufmerksamkeit von der Ukraine – haben sich weitgehend unabhängig von der direkten Beteiligung Russlands entwickelt. Blick nach vorn Der Krieg hat Moskau neue Möglichkeiten eröffnet. Iran, das eine harte Prüfung überstanden hat, hat sein regionales und internationales Ansehen gestärkt. Das schafft Bedingungen für eine engere Zusammenarbeit zwischen Russland und Teheran. Im weiteren Verlauf werden die Umrisse einer neuen eurasischen Sicherheitsarchitektur sichtbar. Russland, China, Iran – neben Staaten wie Belarus und Nordkorea – bilden den Kern dieses entstehenden Systems. Im Süden hat Iran einen amerikanischen geopolitischen Vormarsch effektiv gestoppt. Im Westen versucht Russland, dasselbe in der Ukraine zu tun. Im Osten baut China seine militärischen Fähigkeiten weiter aus und verfolgt gleichzeitig seine diplomatische Agenda. Durch solche Entwicklungen – nicht durch Erklärungen, sondern durch Verschiebungen der Macht und der Bündnisausrichtungen – nimmt eine multipolare Welt Gestalt an.Der Artikel wird von einem Drittanbieter bereitgestellt. SeaPRwire (https://www.seaprwire.com/) gibt diesbezüglich keine Zusicherungen oder Darstellungen ab. Branchen: Top-Story, Tagesnachrichten SeaPRwire liefert Echtzeit-Pressemitteilungsverteilung für Unternehmen und Institutionen und erreicht mehr als 6.500 Medienshops, 86.000 Redakteure und Journalisten sowie 3,5 Millionen professionelle Desktops in 90 Ländern. 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